Kinder und Jugendliche zeigen, wie Erste Hilfe im Ernstfall klappt. Beim DRK-Wettkampf im Landkreis Rostock traten 16 Teams an und mussten an 16 Stationen bestehen.
Nach einem Unfall mit einem Auto gibt es zwei Verletzte. Einer ist ansprechbar, ein Zweiter bewusstlos. Erste Hilfe ist nötig. Das war nur ein Szenario an einer Station, dem sich 16 Mannschaften beim „Erste-Hilfe-Wettkampf“ stellten, der vom Jugendrotkreuz des DRK-Kreisverbandes Güstrow organisiert wurde. Teilnehmer kamen aus allen „Blaulichtgruppen“ – vom Technischen Hilfswerk, der Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz aus dem gesamten Landkreis Rostock.
Etwa 200 Kinder und Jugendliche waren dabei
In verschiedenen Altersstufen zeigten die etwa 200 Kinder und Jugendlichen, was sie in der Ersten Hilfe können. So war etwa eine Gruppe aus der Kinderfeuerwehr Kavelstorf dabei, ebenso wie eine Gruppe der Jugendfeuerwehr Dummerstorf. Sie alle erhielten an 16 Stationen verschiedene altersgerechte Aufgaben, die sich rund um das Thema der Ersten Hilfe drehten.
An Station eins sollte ein Kind reanimiert werden. Eine Wiederbelebung wurde gefordert, daneben kümmerten sich die anderen der Gruppe um den Angehörigen, der beruhigt werden musste. Florian machte seine Sache bei der Herzdruckmassage schon recht gut – zählte die jeweils letzten immer laut mit. „Das ist sehr gut gewesen“, lobte die Betreuerin der Station bei der Auswertung. Sie gab aber auch gleich Tipps fürs nächste Mal. Besser wäre gewesen, wenn ein anderer aus der Gruppe Florian nach einer gewissen Zeit abgelöst hätte, meinte sie.
An einer anderen Station waren Verletzte zu versorgen. „Hier ist die Feuerwehr Schwaan. Hören Sie mich?“ So lautete die Ansprache eines Teilnehmers. Doch der Verletzte war bewusstlos und reagierte nicht. Die richtige Reihenfolge der einzelnen Schritte der Helfer wurde ebenso bewertet, wie die korrekte Ausführung der Hilfemaßnahmen. Es ging um Wissen und dessen Anwendung. So wurde beispielsweise an einer Station der Inhalt eines Sanitätskastens präsentiert. Die jungen Helfer sollten in einer bestimmten Zeit sagen, was fehlt.
Bereits zum dritten Mal wurde dieser Erste-Hilfe-Wettkampf organisiert. Emma Schröder, die seit vier Jahren Jugendrotkreuz-Kreisleiterin ist, freute sich über die große Beteiligung. „Gegenüber vergangenem Jahr haben wir die Teilnehmerzahlen verdoppelt“, sagt sie. Neben der Wissensvermittlung ist auch die Stärkung der Teamarbeit ein wichtiges Ziel. „Mir ist auch ganz wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen unter möglichst realistischen Bedingungen üben können und gut auf den Ernstfall vorbereitet sind“, fügt sie an.
Großer Organisationsaufwand nötig
Allerdings ist für solch einen Tag ein großer Organisationsaufwand nötig. „Wir benötigen etwa 50 Mitstreiter an den Stationen“, erzählt Emma Schröder. Stationspersonal hat sich ausreichend gefunden. Einige wurden aus den Gruppen gestellt, andere hatten sich auf Social-Media-Kanälen gemeldet und weitere kamen aus dem Rettungsdienst, der Bereitschaft und einige aus den verschiedenen Gruppen des DRK. Auf die Gewinner wartete ein Wanderpokal, Medaillen und alle erhielten eine Urkunde.



