Güstrow, 13. 08. 2026
Mit elf neuen Auszubildenden, sieben Bundesfreiwilligendienstleistenden und der Übernahme von vier frisch examinierten Pflegefachkräften setzt der DRK Kreisverband Güstrow e.V. in seinen stationären Pflegeeinrichtungen in Teterow, Laage und Güstrow ein deutliches Zeichen für die Zukunft der Pflege in der Region. „Der Fachkräftemangel in der Pflege gehört zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Umso wichtiger ist es, junge Menschen frühzeitig für einen Beruf zu begeistern, der Verantwortung, Menschlichkeit und fachliche Kompetenz miteinander verbindet“, betont Ronald Hinkelmann, Bereichsleiter stationäre Pflege beim DRK Güstrow. Das Deutsche Rote Kreuz verfolgt dabei seit Jahren eine klare Strategie: Nachwuchs fördern, Talente entwickeln und den eigenen Fachkräftebedarf langfristig aus den eigenen Reihen sichern.
Zum 1. September beginnen nun elf junge Menschen ihre Ausbildung in den stationären Pflegeeinrichtungen des DRK Güstrow. Sie werden entweder zu Pflegefachfrauen /-männern oder zu Alten- und Krankenpflegehelfer*innen ausgebildet. Damit befinden sich künftig 21 Auszubildende gleichzeitig in den drei DRK-Pflegeheimen in Teterow, Laage und Güstrow. Dass sich die kontinuierliche Ausbildungsarbeit auszahlt, zeigt sich auch am Abschluss des vergangenen Ausbildungsjahrgangs. Vier angehende Pflegefachfrauen, die ihre Ausbildung erfolgreich zum 31. August abschließen werden, bleiben dem DRK erhalten und werden in den vollstationären Pflegeeinrichtungen übernommen. „Für unsere Einrichtungen bedeutet dies motivierte Fachkräfte, die bereits mit den Bewohnenden, den Teams und den Arbeitsabläufen vertraut sind. Gleichzeitig erhalten die jungen Pflegefachkräfte einen sicheren Arbeitsplatz und eine langfristige berufliche Perspektive“, betont Ronald Hinkelmann.
Der Bereichsleiter und sein Team richtet seinen Blick nicht nur auf den aktuellen Ausbildungsjahrgang, sondern bereits auf die Fachkräfte von morgen. Parallel zu den Auszubildenden beginnen zum 1. September sieben junge Menschen ihren Bundesfreiwilligendienst in den stationären Einrichtungen. Der Bundesfreiwilligendienst ist dabei weit mehr als ein freiwilliges soziales Jahr. Er bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln, Verantwortung zu übernehmen und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken. „Im täglichen Kontakt mit pflegebedürftigen Menschen erleben die Freiwilligen, wie erfüllend ein Beruf sein kann, bei dem Empathie, Respekt und Menschlichkeit im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig erhalten sie die Gelegenheit, ihre eigenen Stärken kennenzulernen und herauszufinden, ob eine Tätigkeit in der Pflege ihren beruflichen Vorstellungen entspricht“, macht Ronald Hinkelmann deutlich.
Für das DRK Güstrow ist der Bundesfreiwilligendienst eine wichtige Nachwuchsschmiede. Der Kreisverband bietet Stellen für Freiwilligendienstleistende neben der stationären Pflege auch in den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Fahrdienst und ambulante Pflege an. Immer wieder entscheiden sich Freiwillige nach ihrem Einsatz für die Arbeit in einer Hilfsorganisation wie dem Roten Kreuz oder eine Ausbildung in der Pflege. „Sie starten dann nicht bei null, sondern bringen bereits wertvolle Erfahrungen aus dem Pflegealltag mit. Das erleichtert den Einstieg in die Ausbildung und stärkt gleichzeitig die Bindung an die Einrichtungen“, sagt Ronald Hinkelmann und ergänzt: „Vielleicht gehören bereits unter den sieben jungen Frauen und Männern, die in diesem Jahr ihren Bundesfreiwilligendienst aufnehmen, die Auszubildenden des nächsten Ausbildungsjahrgangs.“
Neben der Gewinnung neuer Nachwuchskräfte entwickelt das DRK Güstrow auch seine Ausbildungsstrukturen konsequent weiter. Ab dem 1. September übernimmt eine zentrale Praxisanleiterin gemeinsam mit den Praxisanleiter*innen der Einrichtungen die Koordination der praktischen Ausbildung. Sie wird zugleich zentrale Ansprechpartnerin für die kooperierende Pflegeschule und sorgt dafür, dass Theorie und Praxis noch enger miteinander verzahnt werden. Gemeinsame Ausbildungsstandards, abgestimmte Einsatzplanungen und ein kontinuierlicher Austausch schaffen optimale Rahmenbedingungen für die Auszubildenden. Eine qualifizierte praktische Anleitung ist heute ein wesentlicher Baustein einer erfolgreichen Pflegeausbildung. Die Auszubildenden werden während ihrer gesamten Ausbildungszeit von erfahrenen Praxisanleiter*innen begleitet, erhalten regelmäßige Feedbackgespräche und können ihr theoretisches Wissen unmittelbar im Berufsalltag anwenden. Ziel ist es, die angehenden Pflegekräfte nicht nur fachlich auszubilden, sondern sie auch in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken und sie Schritt für Schritt an die verantwortungsvollen Aufgaben des Pflegeberufs heranzuführen.
Mit insgesamt 21 Auszubildenden, sieben Bundesfreiwilligendienstleistenden, der Übernahme eigener Absolventinnen sowie einer weiterentwickelten Ausbildungsorganisation setzt das DRK bewusst auf Kontinuität statt kurzfristiger Lösungen. Die Einrichtungen investieren damit nicht nur in die Zukunft des eigenen Unternehmens, sondern leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der pflegerischen Versorgung in der Region. Für die Verantwortlichen steht fest: Gute Pflege beginnt mit einer guten Ausbildung – und oft sogar schon davor. „Die Teams in Teterow, Laage und Güstrow freuen sich deshalb darauf, sowohl die neuen Auszubildenden als auch die Bundesfreiwilligendienstleistenden willkommen zu heißen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Denn jede und jeder Einzelne, der sich heute für die Pflege entscheidet, trägt dazu bei, die Versorgung von morgen zu sichern – kompetent, engagiert und mit Herz“, ist sich Bereichsleiter Ronald Hinkelmann sicher.
Bildunterschriften
Bild 1: Die Azubis und Bundesfreiwilligendienstleistenden des DRK-Pflegeheims in Teterow, Celina Kessedy-Nette, Anna Lucia Bruhn, Lucy Sobotta, Alexander Bargull, Justin Radke, Lara Holz, Josefine Zahlmann (v.l.), freuen sich auf die berufliche Herausforderung. Foto: Carmen Renzel
Bild 2: Gemeinsam starten die Azubis und Bundesfreiwilligendienstleistenden des DRK-Pflegeheims in Teterow, Anna Lucia Bruhn, Lucy Sobotta, Justin Radke, Alexander Bargull, Celina Kessedy-Nette, Josefine Zahlmann, Lara Holz (v.l.), in ein berufliches Abenteuer. Foto: Carmen Renzel

