Mit einer abwechslungsreichen Einführungswoche in Laage, Teterow und Güstrow starteten die neuen Pflege-Auszubildenden beim DRK-Kreisverband durch.
Schultüten, die erste Dienstkleidung und wertvolle Selbsterfahrungen: Für die neuen angehenden Pflegefachfrauen und -männer des DRK Kreisverbandes Güstrow hat der neue Lebensabschnitt in der stationären Pflege begonnen. Im Rahmen einer fünftägigen Einführungswoche erhielten die Nachwuchskräfte an den drei Standorten Laage, Teterow und Güstrow erste theoretische und praktische Einblicke in ihren künftigen Berufsalltag, wie der Kreisverband mitteilte.
Azubis erleben Pflege aus Patientensicht
Der Auftakt erfolgte im DRK-Seniorenheim Laage. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und der Übergabe der Berufskleidung stand das Herantasten an medizinische Hilfsmittel auf dem Programm. Um ein tieferes Verständnis für die Bewohner zu entwickeln, schlüpften die Auszubildenden selbst in die Rolle der Pflegebedürftigen. „Wer selbst Hilfe benötigt, merkt schnell: Eine verständliche Erklärung, Geduld und ein aufmerksamer Umgang machen einen großen Unterschied. Eine wertvolle Erfahrung für den künftigen Pflegealltag“, betont Anja Langen, leitende Praxisanleiterin für die stationäre Pflege beim DRK Güstrow.
Praxisnahe Grundlagen in Teterow und Güstrow
Im DRK-Seniorenheim Teterow vertieften die Azubis in den darauffolgenden Tagen ihre Kenntnisse in der Grund- und Behandlungspflege. Neben medizinischen Handgriffen wie dem Blutdruckmessen und dem Anlegen von Kompressionsstrümpfen schulten DRK-Mitarbeiterinnen die Nachwuchskräfte in den Bereichen Qualitäts- und Hygienemanagement sowie in der digitalen Pflegedokumentation. Angesichts der vielen neuen Informationen beruhigte Praxisanleiterin Anja Langen die Neulinge: „Zum Glück muss man nicht alles sofort auswendig wissen. Man sollte auch wissen, wo man nachschauen kann.“
Den Abschluss bildete ein Schulungstag im DRK-Hausgemeinschaftshaus in Güstrow. Neben Sicherheitsunterweisungen zum Brandschutz lag der Fokus erneut auf der Perspektive der Pflegebedürftigen: Beim gegenseitigen Reichen von Speisen und Getränken erlebten die Auszubildenden, wie essenziell Einfühlungsvermögen und die Anpassung an das individuelle Tempo der betreuten Personen sind. „Dabei wurde spürbar, wie wichtig Aufmerksamkeit, Absprachen und Geduld sind. Schließlich gibt die Person, die Unterstützung erhält, den Takt vor“, beschreibt Langen diese Selbsterfahrung.
Mit der überreichten Dienstkleidung und den ersten praktischen Grundlagen im Gepäck starten die Auszubildenden nun in den regulären Betrieb auf den Wohnbereichen der Einrichtungen des Kreisverbandes.


