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Neue Pflegeazubis starten beim DRK Güstrow durch

Bild zeigt 11 Auszubildende als Gruppe zusammenstehend für ein Gruppenfoto. Alle halten ihre "Schultüte", welche sie zum Start der Ausbildung geschenkt bekommen haben in den Händen.Foto: Anja Langen
Zum Ausbildungsstart gab es für die Pflegeazubis der stationären Pflege eine Schultüte.
Bild zeigt eine Gruppe (8) von Menschen, die sich eine Pflegebadewanne mit Lifter anschauen. Eine junge Frau sitzt auf dem Lifter und testet wie sie damit in die Wanne kommt.Foto: Anja Langen
Gemeinsam testen die Auszubildenden die Hilfsmittel, die ihnen den Pflegealltag künftig erleichtern.
Bild zeigt zwei junge Frauen beim testen eines weiteren Hilfsmittels in der Pflege. Eine der Frauen liegt auf dem Boden und wird an ein Gerät geschnallt. Die zweite Frau schließt die Gurte.Foto: Anja Langen
Stephanie Vohs und Lucy Sobotta (v.l.) testen die Medizinprodukte auf Herz und Nieren.
Bild zeigt zwei junge Männer, einer sitz auf einem Lehnenstuhl halt ein Latztuch um. der andere junge Mann reicht dem auf dem Stuhl sitzenden einen Löffel mit Brei an den Mund.Foto: Anja Langen
Das Anreichen von Essen war für Anselm Wilhelm Peters und Kevin Schulz (v.l.) eine besondere Erfahrung.

In ihrer Einführungswoche werden den angehenden Pflegefachfrauen und -männer der stationären Pflege erste Grundlagen vermittelt

Güstrow, 14. 10. 2026 

Eine Schultüte zum Ausbildungsbeginn? Aber natürlich! Für die neuen Auszubildenden zu Pflegefachfrauen und -männern der stationären Pflege beim DRK Kreisverband Güstrow e.V. begann der neue Lebensabschnitt mit einer herzlichen Begrüßung, vielen neuen Gesichtern und einer abwechslungsreichen Einführungswoche. An fünf Tagen und drei Standorten hieß es: kennenlernen, ausprobieren und entdecken, wie vielseitig Pflege ist. 

Die ersten beiden Tage verbrachten die Azubis im DRK-Seniorenheim Laage. Am ersten Tag stand das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Mit der Überreichung der Schultüten und der Berufskleidung wurde der Ausbildungsstart auch ganz offiziell eingeläutet. Die passende Ausstattung war damit vorhanden – das Fachwissen darf in den kommenden Ausbildungsjahren wachsen! Auch das Dokumentationsprogramm wurde erstmals vorgestellt. Denn zur Pflege gehören neben Herz und helfenden Händen auch eine gute Beobachtung und eine sorgfältige Dokumentation. Am zweiten Tag drehte sich alles um Medizinprodukte und Hilfsmittel. Dabei blieb es keineswegs bei der Theorie: Die Auszubildenden konnten Hilfsmittel selbst ausprobieren und schlüpften dafür in die Rolle der Pflegebedürftigen. Dieser Perspektivwechsel mache deutlich, wie sich Unterstützung aus Sicht der Menschen anfühlt, die sie erhalten, so Anja Langen, leitende Praxisanleiterin stationäre Pflege beim DRK Güstrow. „Wer selbst Hilfe benötigt, merkt schnell: Eine verständliche Erklärung, Geduld und ein aufmerksamer Umgang machen einen großen Unterschied. Eine wertvolle Erfahrung für den künftigen Pflegealltag“, sagt Anja Langen. 

Am dritten und vierten Tag ging es in das DRK-Seniorenheim Teterow. Hier wurden erste praktische Erfahrungen in der Grundpflege gesammelt und Maßnahmen der Behandlungspflege kennengelernt und geübt. Dazu gehörten das Anziehen von Kompressionsstrümpfen, das Wickeln der Beine und das Blutdruckmessen. Spätestens beim Umgang mit den Kompressionsstrümpfen zeigte sich: Pflege braucht Wissen, Geschick und manchmal auch etwas Geduld mit einem ziemlich widerspenstigen Stück Stoff. 

DRK-Mitarbeiterin Dana Wudke führte die neuen Kolleg*innen in das Qualitätsmanagement ein. Die neuen Azubis merkten schnell, dass es hier viel zu lernen gibt. „Aber zum Glück muss man nicht alles sofort auswendig wissen. Man sollte auch wissen, wo man nachschauen kann“, beruhigt Anja Langen. Anschließend sprach DRK-Mitarbeiterin Steffi Lehr über das Hygienemanagement. Die erste praktische Händedesinfektion, das Kennenlernen der Desinfektionsmittel und die Anleitung zum Ansetzen einer Desinfektionslösung standen auf dem Programm. Dabei wurde deutlich: Hinter vermeintlich einfachen Handgriffen steckt einiges an Wissen und Verantwortung. „Danach wurde unser Dokumentationsprogramm noch einmal ausführlich vorgestellt. So konnten die Azubis den ersten Einblick aus dem DRK-Pflegeheim in Laage vertiefen und sich weiter mit der digitalen Seite der Pflege vertraut machen“, berichtet Anja Langen. 

Der letzte Tag der Einführungswoche führte die Gruppe in das DRK-Hausgemeinschaftshaus in Güstrow. Dort ging es um das Thema Brandschutz. Ein wichtiges Thema, denn im Ernstfall sind überlegtes Handeln und klare Abläufe entscheidend. Zum Abschluss durften sich die Azubis gegenseitig Essen und Getränke anreichen. Was zunächst einfach klingt, wurde zu einer eindrücklichen Selbsterfahrung: Passt das Tempo? Ist der nächste Löffel schon zu früh? Und wie fühlt es sich an, wenn jemand anderes das Glas führt? „Dabei wurde spürbar, wie wichtig Aufmerksamkeit, Absprachen und Geduld sind. Schließlich gibt die Person, die Unterstützung erhält, den Takt vor“, beschreibt Praxisanleiterin Anja Langen. Insgesamt bot die Einführungswoche Raum zum Ausprobieren, Fragenstellen und gemeinsamen Lernen – und natürlich durfte auch das Lachen nicht fehlen. „Wir freuen uns, unsere angehenden Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner auf ihrem Weg begleiten zu dürfen. Herzlich willkommen im Team! Die Schultüten sind überreicht, die Berufskleidung liegt bereit – jetzt kann das Abenteuer Ausbildung beginnen“, so Anja Langen im Namen des Teams der stationären Pflege beim DRK Güstrow. 

Bildunterschriften 

Bild 1: Zum Ausbildungsstart gab es für die Pflegeazubis der stationären Pflege eine Schultüte. Foto: Anja Langen 

Bild 2: Gemeinsam testen die Auszubildenden die Hilfsmittel, die ihnen den Pflegealltag künftig erleichtern. Foto: Anja Langen 

Bild 3: Stephanie Vohs und Lucy Sobotta (v.l.) testen die Medizinprodukte auf Herz und Nieren. Foto: Anja Langen 

Bild 4: Das Anreichen von Essen war für Anselm Wilhelm Peters und Kevin Schulz (v.l.) eine besondere Erfahrung. Foto: Anja Langen