Güstrow, 30. 10. 2026 Gerade hat die DRK-Tagespflege in Krakow am See ihr zehnjähriges Bestehen mit vielen Gästen, Partnern und Wegbegleitenden gefeiert. Seit einem Jahrzehnt ist die Einrichtung in der Plauer Straße für viele Menschen ein zweites Zuhause geworden – sie finden hier Gemeinschaft, Unterstützung, Förderung und besonders auch stets ein offenes Ohr. Eine von ihnen ist Elke Berg. Die 83-Jährige besucht die DRK-Einrichtung im Herzen von Krakow am See seit gut einem Jahr. Im Interview mit Laura Holtz erzählt sie, warum dieser Schritt ihr Leben verändert hat, was ihr das Miteinander bedeutet und was sie anderen als Tipp mitgeben möchte:
Laura Holtz: Seit wann besuchen Sie die DRK-Tagespflege in Krakow am See und wie oft kommen Sie in die Einrichtung?
Elke Berg: Ich komme seit Oktober letzten Jahres hier her. Zweimal in der Woche bin ich hier, aber ich überlege, ob ich nicht sogar noch einen Tag mehr komme.
Holtz: Wenn Sie morgens in den Bus des DRK-Fahrdienstes einsteigen, woran denken Sie dann?
Berg: Ich sage dem Fahrer: „Nun fahr mal wieder los und bring mich nach Krakow.“
Holtz: Und wenn Sie morgens zur Tür reinkommen, was denken Sie dann?
Berg: Dann denke ich: Hier bin ich richtig!
Holtz: Was hat sich in Ihrem Leben verändert, seit Sie die Tagespflege regelmäßig besuchen?
Berg: Zuhause ist es langweilig. Ich habe zwar einen kleinen Hund, aber lange Gassi gehen, kann ich nicht mehr und erzählen tut er mit mir auch nicht. Aber ich weiß, ich habe zweimal die Woche etwas vor und darauf freue ich mich.
Holtz: Was war Ihr Eindruck, als Sie das erste Mal die Tagespflege betreten haben?
Berg: Das weiß ich noch ganz genau: Ich kam in die Stube und alle saßen dort zusammen. Gemeinsam wurde gerade ein Spiel mit einem Ball gespielt und ich sollte gleich mitmachen. Erst war das komisch, aber dann machte es Spaß und alle lachten gemeinsam.
Holtz: Hand aufs Herz: Wie schmeckt Ihnen das Essen hier?
Berg: Super! Egal ob Kohlrouladen oder Eintopf, das Essen schmeckt immer prima!
Holtz: Hat sich Ihre Sicht auf Pflege oder Betreuung verändert, seit Sie selbst Tagesgast sind?
Berg: Auf jeden Fall! Eigentlich hat das gar nicht so viel mit Pflege zu tun, wie ich dachte. Ich treffe hier liebe Menschen zum Erzählen. Wenn ich nach Hause komme, dann fühle ich mich, wie ein anderer Mensch, alle sind immer so nett und man ist nicht so alleine den ganzen Tag.
Holtz: Was würden Sie jemandem erzählen, der noch unsicher ist, ob eine Tagespflege das Richtige für ihn/sie ist?
Berg: Anfangs wollte ich nicht her, aber ich bereue bis heute nicht, dass ich es ausprobiert habe. Ich bleibe hier! Es sind alle lieb und nett und ich bin in besten Händen. Überlege nicht lange! Komm hier her, denn hier ist jeder herzlich willkommen!
Bildunterschrift:
Elke Berg besucht die DRK-Tagespflege Krakow am See seit gut einem Jahr und fühlt sich angekommen. Besonders die Gemeinschaft in der DRK-Einrichtung gefällt ihr – zu Hause ist sie häufig allein. Foto: Melanie Diesner
